Eine „Homosexualisierung der Gesellschaft“

… wie sie die Weltwoche anprangert, findet nicht statt. Homosexualität ist nämlich keine Modeerscheinung, und folglich ist immer etwa derselbe Anteil der Gesellschaft schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender.

Wenn ihr von einem Lebensstil sprecht, schreibt das bitte auch so. Nicht alle Schwulen sind extravagante Tunten und nicht alle Lesben kahlgeschorene Emanzen.

Aber es ist natürlich einfach, alles miteinander zu verwursteln und dann noch Thomas Mann zu bemühen, wie er die eigene Homosexualität verleugnet als Beispiel dafür, wie man es machen sollte.

Schon frech, diese Schwulen. Fordern ihre Rechte ein und haben es soweit gebracht, dass es nicht mehr okay ist, sie zu diskriminieren. Ist sicher bitter, wenn einen der Fortschritt überrollt. Da würde ich auch einen fetten Leitartikel schreiben und mich ausweinen. Ich hoffe für Euch, dass ihr nicht zu stark homosexualisiert werdet von dieser fiesen Truppe, die unter dem Deckmäntelchen der Gleichberechtigung… Gleichberechtigung einfordert.

edit: Der Text ist nun auch in der Welt erschienen. Die ganze Masche mal schön auseinandergenommen hat Stefan Niggemeier („In diesem Schrank, soweit reicht seine Scheintoleranz, dürfen sie dann machen, was sie wollen, da gelten dann auch die Bürgerrechte und so.“) – danke!

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