Limifis (1): Joghurt

Lieb ich mag ich find ich suupa

Zum Einstieg könnte ich mich darüber auslassen, wie man Yoghurt beziehungsweise Joghurt beziehungsweise Jogurt beziehungsweise Yogurt schreibt. Geschenkt. Hier soll ohne Umschweife die Kunst des und Freude am Joghurtmachen näher, also so ganz nah, direkt in die eigenen Hände, gebracht werden.

Halt, hier geblieben! Es mag seltsam klingen, aber es ist wahr: es ist wunderbar, etwas, das man genau so gut kaufen könnte, selbst zu machen. Und es tut nicht mal weh, es verlangt keinen grossen Aufwand, und es verleiht einem dieses unbezahlbare Gefühl, urtümlich und avantgardistisch zugleich zu sein. Der Reiz des Asynchronen, sozusagen.

Sodann, lasset uns beginnen. Mis en place brauchen wir nicht, hab ich schon im Kochen in der Schule gehasst.

Zuerst erwärmen wir die Milch (für 5 Toni-Gläsli knapp einen Liter) auf über 90°, aber nicht über 100°. Dadurch sterben Bakterien ab, die den Joghurtbakterien in die Quere kommen könnten. Dazu braucht es ein Thermometer.

Dann lassen wir die Milch auf ca. 42-44° abkühlen. Je wärmer desto besser (schnellere Verdickung der Milch), aber bei höherer Temperatur als ca. 44° überleben die Joghurtbakterien nicht. In einen Behälter geben wir die Milch und einen grossen Löffel Naturjoghurt (ich nehme den Bio-Yoghurt aus dem Coop als Starter, man kann aber auch Joghurtbakterien kaufen).

yogi-1.jpg

Der Behälter sollte warm halten. Man könnte auch eine Thermoskanne nehmen, ich mache es jeweils in einem gut verschliessbaren Plastikgefäss, das für diesen Zweck gemacht ist. Dieses Soll nun 6-8 Stunde warm haben. Wenn man das Ganze am Morgen macht, kann man es ins Bett stellen und ein „Nestchen“ basteln, ich platziere jeweils drei mit Heisswasser gefüllte Petflaschen rundherum, damit es schön warm bleibt.

Dann überlässt man die Bakterien und die Milch sich selbst. Des Abends erfreut man sich dann des Produktes einer wundersamen Symbiose (inwiefern die Milch von den Bakterien profitiert kann ich jetzt auch nicht sagen, aber Symbiose klingt so schick): Fiat lux Fit Joghurt!

Den fertigen Joghurt kann man jetzt portionieren und wenn man will schon anreichern, zum Beispiel mit Schoggipulver wie auf dem Bild. Dann innerhalb der nächsten 1-2 Wochen konsumieren, mit Früchten, Konfitüre, Honig oderwasauchimmer.

yogi-2.jpg

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6 Antworten zu Limifis (1): Joghurt

  1. Titus schreibt:

    Kein Bestellformular am Endes dieses Posts mit den verschiedenen, auswählbaren Geschmacksrichtungen? 😉

  2. Kim schreibt:

    Da sieht man, was der Kapitalismus Böses anrichtet! Als ob man alles kaufen könnte, tsss! 😉

  3. Titus schreibt:

    Öhm, habe ich etwas davon geschrieben, dass Du damit ein Geschäft machen sollst oder dass ich dafür etwas bezahlen will? 🙂

    Wir könnten ja auch ein Tauschgeschäft machen, nur weiss ich nicht, was ich Dir anbieten könnten…

    Übrigens, da hat’s was dabei, dass Dich interessieren könnte (ab 32. Minute, leider sind die einzelnen Beiträge nicht direkt abrufbar).

  4. Kim schreibt:

    Der Einstein-Beitrag hat durchaus einen „aufklärerischen Wert“, auch in anderen Belangen als Joghurt, jetzt weiss ich endlich wie das genau ist mit Käse und anderem… Merci für den Link!

    Für einen Tauschhandel wär ich schon zu haben, kannst mir ja mailen (ego ätt jimynu phunnkt ze ha) wenn dir noch was einfällt 🙂 Allerdings weiss ich nicht, ob es sich lohnt, Joghurt durchs ganze Land zu schicken… Sonst: selber machen, ist ganz einfach 😉

  5. Pingback: Gesellschaftliches Vertrauen

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