Kausalzusammenhänge reloaded

In der WOZ vom 3.2.11 wird SVP-Nationalrätin Yvette Estermann zitiert:

Die Kriminalitätsrate im Land [in der Schweiz] sei auch deswegen so tief, weil in beinahe vierzig Prozent der Haushalte über zwei Millionen Waffen lagern.

Dazu zwei Sachen.

Zuerst einmal die verquere Logik, dass Waffen nur schützen und kein Risiko darstellen. Da wird wieder einmal Kausalität gebastelt. Ein „weil“, und der Zusammenhang steht.

Fast mehr verdutzt hat mich jedoch der Teil vor dem Komma: Die Kriminalitätsrate hierzulande sei tief. Sind es nicht Leute aus derselben Partei, die immer wieder die steigende Kriminalität als Argument (z.B. dafür, dass man Polizei spielen solle mit einer Waffe zu Hause) und für Stimmungsmache bemühen?

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Eine Antwort zu Kausalzusammenhänge reloaded

  1. Titus schreibt:

    Und da die Gegner der Initiative immer wieder betonen, dass man die Munition ja ohnehin schon lange nicht mehr abgegeben werde, frage ich mich nun: Werden denn jetzt Kriminelle mit der Waffe erschlagen…? Oder mit aufgestecktem Bajonette gar aufgeschlitzt…?

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