Überhosengraben: Ja, aber

Zünder: Der Text von Pedro Lenz über das Resultat der Waffeninitiative ging letzte Woche im Netz herum.

Der Text trifft den Nagel auf den Kopf. Und Pedro Lenz finde ich sowieso ziemlich cool, nicht erst seit Der Goalie bin ig. Doch ein paar Anmerkungen hätte ich schon noch:

Kamen linke/progressive/gesellschaftsliberale Initiativen je besser weg vor dem Volk? Die Schweiz stimmte schon immer, mit wenigen Ausreissern, im Durchschnitt gutbürgerlich. Über 40% Zustimmung für eine solche Initiative ist gar nicht mal schlecht.

War die Linke auf dem Land jemals stark? Dort herrscht seit jeher (seit Bestehen des Bundesstaates, würde ich mal behaupten) kein gutes Klima für linke Anliegen, bzw. es gibt keine „linke Tradition“ auf dem Land.

Nun ist das natürlich, aus linksliberaler Sicht, nicht toll und auch kein Grund, warum es so bleiben sollte. Deshalb hat Pedro Lenz recht: Es geht darum, mit den Leuten ins Gespräch kommen, grundsätzlich. Viel Politik passiert wohl wirklich auf der Gefühlsebene. Dass die Linke sich hinter Strategiepapieren versteckt, hat etwas, nur: Anprangern bringt nicht viel. Leutseligkeit kann nicht erzwungen werden. Man tut halt das, was einem entspricht. Nicht jeder ist ein Pedro Lenz, der sich mit allen an einen Tisch setzt. Ich zum Beispiel nicht. Dass allerdings die Pedro-Lenz-Typen bei der Linken unterdurchschnittlich vertreten wären, fände ich schon eher seltsam.

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