Sie wollen uns erzählen

Ich habe gelernt, dass es nicht so einfach ist mit der Politik. Dass auch die Linken seltsame Gedanken hegen und Scheisse bauen. Dass die linke Erzählung sehr vereinfacht. Dass manchmal alle recht haben. Und das das Beabsichtigte und das Bewirkte zwei paar Schuhe sind.

Geschenkt. Aber über die Sache mit dem liberal komme ich nicht hinweg. Vielleicht ist für einmal doch so einfach: Die verarschen uns mit ihrem Geschwätz von Wirtschaft und Freheit.

Sie wollen gar nichts Besseres für die Gesellschaft oder Wirtschaft, sondern einfach mehr Spielraum für sich. Grössere Reiche, in denen sie walten können. Und wir sind im Vorraum gestrandet und verbeissen uns in ihrem Bullshit. Wir IdiotInnen nehmen ihre Ablenkungsmanöver ernst, während sie sich ins Fäustchen lachen. Alles nur Tricks. Bullshit. Nebelpetarden. Trollerei. Zuckerwatte, mit der sie uns einwickeln.

Da wollen uns z.B. die werten Herren weismachen, dass Mindestlöhne von unter 3500 Franken für Gartenbauer eine gute Sache sind und eine Gewerkschaft, die mehr fordert, total daneben sei. Oder man setzt liberal gleich mit „nützt Unternehmen“ und wirft sich ins Zeug für die Freiheit zum Konsum, aber macht sich keine Gedanken über damit zusammenhängende Zwänge. Und: Müssten selbsternannte Liberale staatlichen Zwangsdienst nicht kritischer beurteilen?

Ich finde es nicht falsch, Ladenöffnungszeiten zu liberalisieren. Ich sehe einfach nicht, warum das wichtiger sein soll als angemessene Löhne. Vielleicht ist es nur eine Frage der Prioritäten (aber vielleicht ist Politik immer nur Abwägungssache?). Für angemessene Löhne habe ich jedenfalls noch keineN der selbsternannten Liberalen kämpfen sehen.

Ihre Freiheit ist immer nur die Freiheit zu konsumieren und sich zu bereichern, nie aber Abbau von Zwängen, denen wir im Alltag unterliegen. Die Freiheit der Mächtigen ist die Freiheit, den Machtlosen die Freiheit zu entziehen. Das Resultat ist Feudalisierung, nicht Liberalisierung.

I will not buy this Freiheitsbegriff, it is scratched. All over.

Im Weiteren fordere ich natürlich: Alles, für alle.

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