Privilegien – für alle

Im Anschluss an den letzten Post: ein weiterer Aspekt, der für mich aus derselben Beobachtung folgt.

Ich bin privilegiert. Und ich bin verdammt dankbar dafür. Und deshalb will ich, dass es allen so gut geht.

Ich hatte eine glückliche Kindheit, konnte zur Schule und an die Uni, wohnte in schönen Wohnungen in schönen Städten, habe die Freiheit, meinen Job zu wählen (naja, mehr oder weniger), habe Absicherung bei Armut und Krankheit.

Wenn ich Kriegsdarstellungen sehe, denke ich: Zum Glück muss ich das nicht erleben. Ich verstehe nicht, wie man Leute ins Verderben laufen lassen kann und das rechtfertigen. Dabei sind die Idiotie des Krieges und seine Mechanismen schon in der Ilias aufgedeckt, diesem „Mahnmal zum Beginn Europas“.

Ich bin dankbar für die aufgeklärte Zeit und das aufgeklärtes Umfeld, in welches ich hineingeboren wurde. Dankbar, dass ich nicht ins Militär musste. Dass ich nicht an irgendeinen Gott glauben muss, um nicht ausgestossen zu werden. Dass mir meine sexuellen Neigungen nicht zum Verhängnis werden.

Und bei alldem rede ich nur von hier: Diesem Land, diesem Milieu, dieser Verwandtschaft, in die ich hineingeboren wurde.

Ich möchte, dass alle dieses Glück haben. Dass Frauen auch rummachen dürfen, ohne als Schlampen zu gelten, dass Palästinenser auch in Frieden leben können, dass Nigerianerinnen Bildung und soziale Sicherheit und Freiheit, ihr Leben zu gestalten, haben. Und da wird’s politisch. Und da lande ich eben immer links.

Att vara vänster är att tillämpa sin privata logik på hela samhället. När det gäller den närmaste kretsen, så delar de flesta med sig. Inte ens den mörkblåaste högerman sitter vid matbordet och äter upp all mat själv och låter resten av familjen svälta. Att vara vänster är att vara konsekvent.

(Kajsa Ekis Ekman in ETC; Übersetzung: Links sein heisst, seine private Logik auf die gesamte Gesellschaft anzuwenden. Wenn es um den engsten Kreis geht, sind die meisten bereit zu teilen. Nicht einmal der überzeugteste Rechtsbürgerliche vertilgt alles allein, was auf dem Tisch steht, und lässt seine Familie verhungern. Links sein heisst konsequent sein.)

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