Warum unser Zeug so billig ist

Die folgenden Auszüge aus dem Tagimagi-Artikel über die Schweizer Gastrobranche unterstreicht meine plakative Behauptung im letzten Post, dass wir auf Kosten anderer leben. In einer Branche, deren Kosten sich weniger gut auslagern und automatisieren lassen, zeigen sich die Kosten, was wir bei vielen Produkten abwälzen. Und man kriegt eine Ahnung, warum viele unserer Produkte so billig sind.

Globalisierung funktioniert so: Man investiert das Geld für die Warenproduktion dort, wo es die höchste Wertschöpfung generiert, verfrachtet die Ware zu gesellschaftlich subventionierten Kosten um die halbe Welt und kassiert den Ertrag dort, wo die Preise am höchsten sind.

Bei Restaurants ist die Auslagerung der Produktion nicht so einfach möglich (vorausgesetzt, man will eine gewisse Kontrolle darüber haben, was man isst). Und auch die Arbeit lässt sich nicht auslagern und nur schwer automatisieren:

«London ist auch nicht billig, aber letzte Woche im Town Hall Hotel war die Rechnung fürs Dinner nicht höher!» Klar, redet ja auch niemand von den Pakistani, die im Keller ohne Tageslicht neun Stunden täglich malochen.

In diesem Zusammenhang zu empfehlen ist auch das Interview mit Historiker Philipp Blom im Tagi: «Wir werden ärmer werden»

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